Institut für Automation und angewandte Informatik

Smartlam

  • Ansprechpartner: Dr. Steffen G. Scholz
  • Projektgruppe:

    PIA

  • Förderung:

    EU – FP7 

  • Partner:

    KIT, Profactor, Fraunhofer IPA, University of Nottingham, Norbert Schläfli AG, Neotech AMT, DesignLED, MicruX Technologies

  • Starttermin:

    10/2012

  • Endtermin:

    01/2016

Programm: EU – FP7 – High precision production technologies for high quality 3D microparts (FOF.NMP.2012-5). Grant agreement No. 314580 

Beschreibung:

 

 

Im EU FP7 Projekt SMARTLAM wurde eine neue Herangehensweise an die Herstellung komplexer Mikrobauteile erforscht, die es ermöglicht, die Lücke zwischen Großserienproduktion und weniger effizienter Methoden im Bereich kleiner und mittlerer Stückzahlen zu schließen. Eine zentrale Zielsetzung war die Umsetzung eines neuartigen Konzeptes zur Herstellung von Mikro-Bauteilen und –gruppen basierend auf einem flexiblen, modularen und skalierbaren Ansatz zur Produktion von dreidimensionalen Strukturen (“3D-I” Ansatz). Das Konzept verbindet 3D-Fabrikationstechniken, wie z.B. Aerosoljet-Druck oder Laserbearbeitung, mit denen dreidimensionale Strukturen und Bauteile gefertigt werden können, mit weiteren Modulen zum Handling und Inspektion der gefertigten Teile. Mithilfe einer eigens entwickelten, übergeordneten, Kontrollsoftware konnte so ein modulares Maschinenkonzept erfolgreich umgesetzt werden.
Im Laufe des Projektes wurde eine funktionsfähige Produktionszelle entwickelt, die die vollautomatische Fertigung klein- bis mittelgroßer Serien ermöglicht. Als Basis diente eine individualisierbare Datenbank, die Materialdaten, Prozessparameter und CAD-Daten enthält und mit einer zentralen Steuerungseinheit verknüpft ist. So werden schnelle Produktwechsel, eine Anpassung der Produktion im laufenden Betrieb und hohe Auslastung garantiert, was kleinen und mittelständischen Unternehmen erlaubt, zeit- und kosteneffektiv zu produzieren.

SMARTLAM hat bewiesen, dass das 3D-I Konzept die Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglicht, um die Produktion von Mikrobauteilen auch außerhalb der Großserie profitabel zu gestalten. Die entwickelten Maschinen und Methoden werden durch die Projektpartner zur Weiterentwicklung des Ansatzes verwendet und so in weitere Anwendungsbereiche vorzudringen.

https://www.youtube.com/watch?v=6NEd_pIbr2I