Institut für Automation und angewandte Informatik

I-CARE

Langname:

I-CARE – Individuelle Aktivierung von Menschen mit Demenz

Beschreibung:

Im Verlauf einer Demenz spielen Angehörige und professionell Pflegende eine immer wichtigere Rolle für eine bestmögliche Lebensqualität der Betroffenen. Insbesondere Aktivierung und Förderung der individuellen körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten demenzerkrankter Menschen sind hierbei von entscheidender Bedeutung.

Im Projekt I-CARE wird ein technisches System für Tablet-PCs entwickelt, das die persönlichen Bedürfnisse und Kompetenzen von demenzkranken Personen erfasst und auf dieser Basis den Betroffenen, ihren Angehörigen und professionell Pflegenden Aktivierungsinhalte wie z.B. Musikvideos zum Mitsingen biografische Fotografien und Ratespiele zu verschiedenen Interessensgebieten zur Verfügung stellt.

Hierbei spielt die sensorbasierte Erkennung von Emotionen wie Freude, Ärger und Angst durch die automatische Bewertung der Mimik, der Bewegungen und der Stimme eine wichtige Rolle. So soll der Tablet-PC eine Anpassung der Aktivierungsinhalte an die Tagesform der BenutzerInnen vornehmen.

Zusätzlich können Pflegende ihre Einschätzung einbringen. Das System passt sich kontinuierlich an die Bedürfnisse und Gefühlszustände der Menschen mit Demenz an, dokumentiert und bewertet die Aktivierungsmaßnahmen. Durch die begleitende wissenschaftliche Evaluierung im Praxiseinsatz wird das System in enger Zusammenarbeit mit den Angehörigen und Fachkräften verbessert.

Die wissenschaftliche Evaluierung erfolgt auf Basis der Daten, die vom System aufgezeichnet werden. Sie beinhaltet die datengetriebene Modellierung mit dem Ziel der Quantifizierung der Aktivierungserfolge, die statistische Datenkompression relevanter Verlaufsänderungen und den Entwurf und Anwendung von Algorithmen zur Langzeitmodellierung.

Mitglieder:

Wolfgang Doneit, Prof. Dr. Ralf Mikut
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Angewandte Informatik